Wildlife-Fotografie in ihrer edelsten Form: David Yarrow auf Schloss Garath

Der Fine-Art-Fotograf David Yarrow stellt zwei Tage lang auf Schloss Garath aus. Organisiert wurde die Schau von matrix und der 159.gallery aus Oelde. Yarrow ist berühmt wegen seiner Wildlife-Fotografie, der die Erhabenheit der Natur einfängt.

Von einer über zwei Quadratmeter großen Leinwand blickt das Flusspferd dem Betrachter direkt ins Auge. Erhaben, mutig, sanft. Die Nüstern blähen sich kurz über der Wasseroberfläche. Der Kopf ist angeschnitten, es wirkt so mächtig, dass es gar nicht komplett auf das Bild passt. Daneben taucht ein kleiner Kopf aus dem Wasser auf. Ein Jungtier. Neugierig, scheu, abenteuerlustig. Ein intensiver, fast magischer Moment, der hier auf Leinwand festgehalten wird – näher geht es kaum.

„No Nearer“ heißt die Fotografie, die bei der aktuellen Ausstellung des zurzeit erfolgreichsten Fine Art Fotografen der Welt, des Schotten David Yarrow, auf Schloss Garath zu sehen ist. Der Künstler ist berühmt für seine Wildlife-Fotografien, insbesondere aus Afrika. Seien es wilde Tiere, die er so kraftvoll und nah zeigt, oder Menschen, die in einer für die meisten Europäer eher unwirklich scheinenden Welt leben. Yarrow hat eine außerordentliche Gabe, die Realität in ihrer Schönheit und Perfektion mit der Linse einzufangen.

Elefanten sind Yarrows Lieblingstiere – er erfasst ihre Kraft und ihren Sanftmut in außergewöhnlicher Weise. Foto: David Yarrow über 159.gallery

Die Schönheit der Natur einfangen und schützen

„An der Fotografie fasziniert mich die Möglichkeit, die Erhabenheit der Natur einzufangen“, erklärt Yarrow bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstagabend. „Ich möchte den Menschen verdeutlichen, wie schön, aber auch bedroht unser Planet ist. Ob all die Tierarten, die ich fotografiert habe, in ein paar Jahren noch existieren, ist schließlich sehr unsicher.“ Für seine Bilder ist der engagierte Naturschützer an abgelegene Orte rund um den Globus gereist. Die dabei entstandenen Arbeiten von bedrohten Wildtieren erregen durch ihre Lebendigkeit, ihre spürbare Energie und ihre Unmittelbarkeit weltweit Aufmerksamkeit.

Wegen dieses inhaltlichen Ansatzes fanden das Düsseldorfer Beratungsunternehmen matrix und der Künstler zusammen. „Wir tragen mit unseren Projekten und unserem Engagement dazu bei, dass über technologischen Innovationen soziale Innovationen und gesellschaftliche Wirkungen entfaltet werden“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Guido Lohnherr. „Dazu passen Davids spezielle Art zu fotografieren und die politischen Ziele, die er mit seinen Bildern verfolgt, geradezu perfekt.“ Aufmerksam geworden ist Lohnherr auf Yarrow durch den befreundeten deutschen Fotografen Lars Beusker, der die 159.gallery in Oelde gegründet hat, die exklusive David Yarrow-Repräsentanz in Deutschland. matrix ist nicht nur Ausstellungspartner bei der aktuellen Schau, sondern auch einer der größte Privatsammler und -investoren für David Yarrow im deutschsprachigen Raum.

Mit der neuen Ausstellung belebt matrix eine alte Tradition des Hauses wieder. In der Reihe „Moderne Kunst“ wurden früher erfolgreiche Malerinnen und Maler vorgestellt. Zukünftig will sich matrix auf herausragende Foto- und Filmkunst konzentrieren. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit David Yarrow gleich zum Einstieg in die neue Reihe einen solchen Ausnahmekünstler gewinnen konnten“, so Lohnherr.

Exklusive Führung durch Künstler bei der Vernissage

Zum Auftakt der Ausstellung, die Freitag, 17. und Samstag, 18. Mai für Besucher zugänglich gewesen ist, haben matrix, 159.gallery und die Volksbank Meerbusch zu einer exklusiven Vernissage mit Yarrow geladen: Bei der Führung am Donnerstagabend verriet er den geladenen Gästen zum Beispiel, dass der Titel „No Nearer“ des Flusspferd-Bildes durchaus doppelsinnig ist. Denn einerseits ist es technisch kaum möglich, eine noch nähere Fotografie eines Nilpferds zu machen. Andererseits hat Yarrow sich bei der Aufnahme selbst an die eigene Grenze gebracht, denn noch näher heran würde er sich nicht wagen. Ein durchaus gefährliches Unterfangen, was dem Zuhörer nur allzu deutlich macht, wie groß Yarrows Leidenschaft für die Natur ist.

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Über den Künstler

David Yarrow ist 1966 in Glasgow (Schottland) geboren. Die Kunst der Fotografie begeisterte ihn bereits in jungen Jahren. Im Alter von 20 Jahren arbeitete er als Fotograf für „The London Times“ auf dem Fußballfeld, im Finale der Weltmeisterschaft in Mexico City. Genau an diesem Tag schoss er das berühmte Bild von Diego Maradona mit dem Weltpokal in seinen Händen. Im selben Jahr wurde er zum „Young Scottish Photographer of the Year“ gekürt. Zeitweise arbeitete Yarrow sehr erfolgreich als Banker. Viele Jahre später fand er seine wahre Bestimmung: die Dokumentation der Naturwelt. Seitdem hat sich David einen herausragenden Ruf aufgebaut – für das bildliche Einfangen der Schönheit unseres Planeten in Landschaften, Kulturen und vom Aussterben bedrohter Tiere. Philanthropie und Naturschutz sind von zentraler Bedeutung in Davids Leidenschaft, die Tier- und Menschenwelt in einer frischen und kreativen Art und Weise zu dokumentieren. 2016 wurde sein Buch „Wild Encounters“ veröffentlicht und von Amazon als „Art Book of 2017“ ausgezeichnet. Seit Frühjahr 2017 hat er sich als der bestverkaufende Fine Art Fotograf der Welt etabliert: 2018 betrug der Umsatz aus seinen Bildverkäufen 11,58 Millionen US-Dollar (2017: 7,76 Mio. USD), die wohltätigen Spenden aus den Verkäufen seiner Bilder überstiegen 2018 2,1 Millionen US-Dollar. Seine gesamten Lizenzgebühren gehen fortwährend an Tusk, eine führende britische NGO, die sich für den Erhalt der Tierwelt in Afrika einsetzt.

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Bilderverkauf:

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159.gallery
Mies van der Rohe Weg 1 . 59302 Oelde . Germany
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Geschrieben von : Kerstin Helmerdig